Zustandsüberwachung für Ihre KTS-Taumelsiebmaschinen
GKM Siebtechnik überwacht die Lager seiner KTS-Taumelsiebmaschinen mit Schaeffler Optime: Funksensoren erfassen Schwingungen und Temperatur, der Schmierstoffgeber Optime C4 versorgt alle vier Schmierstellen. Auf Wunsch übernimmt GKM die Überwachung.
Taumelsiebmaschinen arbeiten kontinuierlich und sind dabei hohen dynamischen Belastungen ausgesetzt. Für den Betreiber ist deshalb nicht nur die eigentliche Siebleistung entscheidend, sondern auch die Frage, wie zuverlässig die Maschine über lange Zeit verfügbar bleibt. Eine besondere Rolle spielen dabei die Lager: Veränderungen ihres Zustands können sich frühzeitig ankündigen – vorausgesetzt, sie werden kontinuierlich erfasst.
Wir bei GKM Siebtechnik setzen deshalb bei unseren KTS-Taumelsiebmaschinen auf das Condition-Monitoring-System Optime von Schaeffler. Ziel ist es, Lagerzustände transparent zu machen und mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, bevor daraus ein ungeplanter Maschinenstillstand entsteht.
Vom Maschinenzustand zum konkreten Handlungsbedarf
Kern des Systems sind drahtlose Optime-Sensoren, die direkt an den relevanten Lagerstellen der Taumelsiebmaschine angebracht werden. Sie erfassen kontinuierlich unter anderem Schwingungen, Stöße und Temperaturen. Die Daten werden über ein Mesh-Netzwerk an das Optime Gateway übertragen und von dort in die Cloud weitergeleitet. Über die Optime App beziehungsweise das Dashboard stehen die Informationen dem Kunden bei Bedarf zur Verfügung.
Damit verändert sich auch der Blick auf die Instandhaltung. Anstatt ausschließlich in festen Intervallen zu kontrollieren oder erst nach einem Ausfall zu reagieren, können Veränderungen am Zustand einer Lagerstelle laufend verfolgt werden. Auffälligkeiten werden automatisch erkannt und bewertet. Für den Betreiber entsteht dadurch eine zusätzliche Informationsbasis, um Wartungsmaßnahmen gezielter zu planen.
Bei GKM Siebtechnik geht dieser Ansatz noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen übernimmt auf Wunsch für seine Kunden die Überwachung der installierten Systeme. Die Zustandsdaten werden damit nicht einfach an den Betreiber weitergegeben, der anschließend selbst beurteilen muss, was zu tun ist. Stattdessen erhält er Unterstützung bei der laufenden Bewertung der Maschinendaten. Dadurch können Auffälligkeiten frühzeitig erkannt und Wartungsmaßnahmen gezielt geplant werden.
Für den Anwender bedeutet das vor allem eines: weniger Aufwand bei der täglichen Zustandskontrolle und eine bessere Grundlage für die Planung von Wartung und Instandsetzung.
Schmierung wird Teil des Gesamtkonzepts
Neben der Zustandsüberwachung spielt bei Lagern die richtige Schmierung eine zentrale Rolle. Eine unzureichende oder fehlerhafte Schmierung stellt eine häufige Ursache für Lagerausfälle dar. Gerade die manuelle Versorgung von Schmierstellen ist zudem mit regelmäßigem Kontroll- und Arbeitsaufwand verbunden.
Hier kommt der FAG Optime C4 ins Spiel. Der intelligente Mehrpunktschmierstoffgeber kann die vier Schmierstellen unserer KTS-Taumelsiebmaschine über vier individuell programmierbare Auslässe versorgen. Mit einem Auslassdruck von bis zu 70 bar kann der Schmierstoff auch über größere Entfernungen transportiert werden. Für unsere KTS-Taumelsiebmaschinen stehen Kartuschen mit 400 oder 750 cm³ unseres Standard-Schmierfettes zur Verfügung.
Interessant ist dabei nicht allein die automatische Dosierung. Der Optime C4 überwacht auch seinen eigenen Betriebszustand. Das System erkennt unter anderem, ob eine Kartusche eingesetzt ist, ermittelt auf Basis der ausgeführten Hübe die verbleibende Schmierstoffmenge und warnt bei zu hohem Gegendruck. Wartungsarbeiten können dadurch besser vorbereitet werden, ohne dass jede Schmierstelle regelmäßig vor Ort kontrolliert werden muss.
Wenn Zustandsdaten und Schmierung zusammenspielen
Ein weiterer Mehrwert ist das Zusammenspiel von Zustandsüberwachung und Schmierung. Das Optime Ecosystem kann auf Basis der erfassten Schwingungsdaten Hinweise auf einen Schmierstoffmangel erkennen. Wird eine Auffälligkeit festgestellt, erhält der Anwender eine entsprechende Warnung über die App und kann bei Einsatz intelligenter Schmierstoffgeber die betroffene Schmierstelle gezielt identifizieren.
Für Ihre KTS-Taumelsiebmaschine entsteht damit ein zusammenhängender Informationskreislauf: Sensoren erfassen den Zustand der Lager, die Daten werden automatisch übertragen und analysiert, und bei Auffälligkeiten stehen Informationen für die weitere Instandhaltung zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, dass die Schmierung automatisiert und überwacht wird.
Digitale Unterstützung für die Verfügbarkeit
Für uns bei GKM Siebtechnik ist diese Entwicklung eine Ergänzung zur klassischen Siebtechnik. Die Sensorik liefert Daten, das Gateway schafft die Verbindung zur digitalen Plattform und der Optime C4 übernimmt bei entsprechenden Anwendungen die bedarfsgerechte Schmierung. Sowohl die Daten aus dem Condition Monitoring als auch die Informationen zur Schmierung sind dabei in derselben App beziehungsweise im Dashboard sichtbar – so lässt sich der Zustand der Maschine auf einen Blick erfassen. GKM übernimmt darüber hinaus auf Wunsch die Überwachung für seine Kunden.
Damit wird Condition Monitoring nicht zu einer zusätzlichen Aufgabe, die beim Betreiber anfällt, sondern kann in die Betreuung der Maschine integriert werden. Gerade dort, wo Produktionsprozesse auf eine kontinuierliche Verfügbarkeit der Siebtechnik angewiesen sind, schafft die kontinuierliche Erfassung des Maschinenzustands eine Grundlage für planbarere Wartungsentscheidungen.
Die Digitalisierung der Instandhaltung muss dabei nicht zwangsläufig mit komplexen Systemen beginnen. Für uns bei GKM ist sie direkt an eine konkrete Aufgabe angesetzt: den Zustand der Lager im laufenden Betrieb im Blick zu behalten und bei Bedarf rechtzeitig reagieren zu können.