Das Verhalten von Schüttgütern liegt, je nach Handhabungssituation, zwischen demjenigen von Flüssigkeiten und Festkörpern. Es resultiert aus den Wechselwirkungen einer Vielzahl variierender Einflussgrößen. Ein einfaches, umfassendes und geschlossenes Modell zur Berechnung dieser Wechselwirkungen fehlt. Der Praktiker benötigt jedoch bereits im frühen Stadium der Planung eine Bewertung des in den unterschiedlichen Prozessschritten zu erwartenden Schüttgutverhaltens. In diesem Seminar werden geeignete Methoden der praxisnahen Schüttgutbeurteilung und -klassifizerung vorgestellt und in ihrer Anwendung diskutiert. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, das sich in unterschiedlichen Prozessschritten einstellende Schüttgutverhalten auf Basis nur weniger Kenngrößen sicher vorauszusagen.
Beschreibung als Schüttgut - Behandlung als Kontinuum - Behandlung als Verband diskreter Partikel - Auswirkungen von Korngrößenverteilungen, Packungsdichte, etc. - Messverfahren
Methoden der Schüttgutklassifizierung - Geldart-Klassifizierung - Carr-Index - Fließfunktion
Bewertung der Klassifizierungsmethoden - Erforderliche Basisdaten - Einsatz- und Anwendungsgebiete