Die Vorteile von Kalk als Reaktionsmittel liegen in den geringen Kosten, der Verfügbarkeit und in den günstigen Eigenschaften des Naturproduktes Kalk.
Kalkmilch wird in vielen Bereichen eingesetzt:
- Trinkwasser- und Abwasseraufbereitung: Einstellung des pH-Werts, Entfernung organischer Schadstoffe, Senkung des Phosphatgehaltes, Wasserenthärtung, Fällung toxisch wirkender Schwermetalle, Unterstützung der Flockung zur Entfernung von Trübstoffen
- Tiefbau: Stabilisierung und Modifizierung von Böden, insbesondere in tonreichen Gebieten
- Rauchgasreinigung: „Waschflüssigkeit“ zur Reduzierung von Schadstoffen in den Rauchgasen
- Landwirtschaft: Neutralisierung saurer Böden, was zu höheren Ernteerträgen und einer verbesserten Bodengesundheit führt
- Lebensmittelproduktion: Reinigung von Rohzuckersaft bei der Zuckerraffination, etc.
Kalkmilch kann aus 2 Grundprodukten hergestellt werden:
- Branntkalk, CaO: Erzeugung der Kalkmilch durch eine Kalklöschanlage
- Kalkhydrat, Ca(OH)2: Erzeugung der Kalkmilch durch eine Ansetzstation
Eine Kalklöschanlage kommt vor allem bei Anwendungen mit hohem Kalkverbrauch zum Einsatz. Die typischen Einsatzgebiete für Kalklöschanlagen sind Kläranlagen mit einer hohen Größenklasse (Kapazität in Einwohnerwert) bzw. Nasswäscher in der Rauchgasentschwefelung.
Bei diesen Anwendungen, die einen größeren Bedarf an Kalkmilch haben, ist es für den Betreiber wirtschaftlicher, den Kalk in eigenen Kalklöschanlagen zu löschen. Diese Schwelle wird je nach den Rahmenbedingungen bei circa 500 Tonnen / Jahr Kalkverbrauch erreicht.
Die Investitionskosten sind bei einer Kalklöschanlage wesentlich höher, der Produktbezug aber deutlich günstiger.
Bei Anwendungen mit niedrigerem Kalkverbrauch ist das Ansetzen von Kalkmilch aus Kalkhydrat oft die wirtschaftlichere Variante.
Die bedarfsgerechte Konzeption von Kalkmilch-Anlagen hängt von diversen Faktoren ab, beispielsweise:
- Kalkverbrauch
- Bevorratungsdauer CaO oder Ca(OH)2
- Kalkmilchkonzentration
- Abzugsmenge Kalkmilch
- Bevorratungsdauer bzw. Puffervolumen Kalkmilch
- Redundanz-Vorgaben, etc.
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