Schuettgut-Portal Kurzbericht Erschienen: 03.09.2026
Druckdatum: 04.09.2026

Mischen unter Qualitätsdruck: Prozesstechnik für Nahrungsergänzung

amixon® entwickelt seit über 40 Jahren Präzisionsmischer für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminmischungen und Sportlernahrung.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die zentralen prozesstechnischen Anforderungen in der NEM-Herstellung auf Basis der Anwendungserfahrungen von amixon®.

Nahrungsergänzungsmittel sind rechtlich Lebensmittel – in der Praxis aber näher an Pharmazeutika. Komplexe Formulierungen mit Vitaminen, Probiotika, Pflanzenextrakten und bioaktiven Substanzen erfordern reproduzierbare Prozesse, lückenlose Dokumentation und GMP-konforme Anlagen. Lohnhersteller stehen dabei vor einer zusätzlichen Herausforderung: mehrere Rezepturen täglich, in denselben Maschinen, mit maximalem Anspruch an Allergenmanagement und Reinigbarkeit.

Vier prozesstechnische Kernherausforderungen

  • Homogenität und Dosiergenauigkeit: Wirkstoffe müssen in jeder Portion identisch verteilt sein. Als Benchmark gilt eine Standardabweichung der Mischgüte von unter 1%.
  • Schonung sensitiver Inhaltsstoffe: Proteine, Probiotika und Vitamine reagieren empfindlich auf Wärme und Scherkräfte. Geeignete Mischer arbeiten mit niedrigen Umfangsgeschwindigkeiten und dreidimensionaler Produktbewegung.
  • Flüssigkeitszugabe in Pulversysteme: Die gleichmäßige Einbindung lipophiler Flüssigkeiten wie Trägeröle oder Aromen ohne Klumpenbildung ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben in der NEM-Mischtechnik.
  • Restentleerung und Produktwechsel: Totraumfreie Konstruktionen und vollständige Entleerung – Zielwert unter 0,14 Promille der Chargenmasse – sind Voraussetzung für kreuzfreie Produktion und kurze Reinigungszeiten.
amixon® hat seine Maschinenkonzepte für die NEM-Mischtechnik konsequent auf diese vier Anforderungen ausgerichtet – von der Mischkammergeometrie über die Werkzeugkinematik bis zum Entleerungssystem.

Bewährte Maschinenkonzepte

Der Vertikal-Zweiwellenmischer HM von amixon® erreicht in 2–5 Minuten eine nahezu perfekte Mischgüte bei geringem Energieeintrag – geeignet für große Chargen mit häufigem Produktwechsel. Der Konus-Einwellenmischer AM überzeugt durch seine konische Geometrie mit vereinfachter Reinigung und vollständiger Entleerbarkeit – ein Vorteil besonders für Lohnhersteller mit variablem Produktportfolio. Der KoneSlid®-Mischer KS ermöglicht die direkte Anbindung an Abfülllinien mit entmischungsfreier, kontrollierter Entleerung. Alle Konzepte sind nach EHEDG- und GMP-Standards auslegbar und mit validierbaren Trocken- oder Nassreinigungssystemen verfügbar.

Mischtechnik ist in der NEM-Herstellung ein entscheidender Qualitätsfaktor – nicht nur für das Endprodukt, sondern für die gesamte Produktionsstabilität. Präzisionsmischer mit niedrigen Schergradienten, totraumfreien Geometrien und innovativen Entleerungssystemen sind heute Stand der Technik. amixon® zählt zu den etablierten Spezialisten für hygienische Präzisionsmischtechnik in der NEM- und Lebensmittelindustrie und entwickelt seine Anlagen seit über 40 Jahren ausschließlich am Standort Paderborn. Prozessversuche mit Originalrezepturen im amixon® Technikum sichern den Scale-up ab und liefern validierbare Daten für die GMP-Dokumentation.