Agrartechnik von Pöttinger: Erfolgreich mit Simulation„Erfolgreicher mit Pöttinger“: Sein Kundenversprechen erfüllt der Spezialist für Landtechnik durch partnerschaftliche Verlässlichkeit und den Einsatz neuester Methoden.
In der Produktentwicklung stehen dafür die intensive Nutzung und der kontinuierliche Ausbau von Simulationstechnologie. Sie hilft Pöttinger, die wachsende Komplexität der Produkte mit Innovationen und maximaler Qualität zu verbinden.
Schon seit über 25 Jahren wird bei Pöttinger simuliert. Zunächst mit Ansys als Applikation auf einem CAD-Arbeitsplatz, seit 2007 in einer eigenen Abteilung mit mehreren Ansys-Lizenzen und einem engen Draht zum Team von CADFEM Austria. Seitdem sind Simulationen integraler Bestandteil der agilen, vernetzten und kooperativen Produktentwicklung – dem „Pöttinger Entstehungs-Prozess“ (PEP). Josef Bruckner ist seit 2016 als Simulationsingenieur bei Pöttinger und leitet seitdem das Simulationsteam des international führenden Spezialisten für Landmaschinen. Das größtenteils strukturmechanische Simulationsspektrum ist enorm und umfasst viele komplexe Aufgaben wie die Analyse von Klappvorgängen oder die Bewertung von Schweißverbindungen. Das Team um Josef Bruckner löst sie und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Innovation und Qualität, für die der Name Pöttinger im Agrarsektor steht. Simulation ist im Entwicklungsprozess fest verankert„Wir entwickeln eigentlich gar nichts mehr ohne Simulation“, unterstreicht Josef Bruckner den Stellenwert. Innerhalb des PEP ist sie überall gefragt – von der konstruktionsnahen Ideenbewertung in frühen Konzeptphasen über die detaillierte Serienproduktentwicklung bis hin zur Analyse der Performance in der Serienbegleitung. Simuliert wird dabei nie im Alleingang, sondern immer kooperativ mit anderen Prozessbeteiligten: Konstruktion, Mess- und Prüftechnik, Musterbau, Produktion, Produktmanagement.Schon virtuelle Prototypen mit hohem ReifegradDer größte Anteil der vielen Stunden Simulationszeit pro Produkt entfällt auf die frühen Phasen, die Vorentwicklung. Das hat einen einfachen Grund: Designentscheidungen und Änderungen sind dann noch nicht kostenrelevant, Alternativen können ausprobiert, Lösungen für Probleme identifiziert, Weichen gestellt werden – und die Ansys-Simulationswerkzeuge machen das möglich. Anspruch, Ziel und Mehrwert der Simulationsarbeit an virtuellen Prototypen bei Pöttinger sind, dass bereits der erste physikalische Prototyp des künftigen Produktes einen hohen Reifegrad hat.Nach Highlights gefragt, nennt Josef Bruckner zwei aus „unzählig vielen“ Beispielen: Es geht dabei um die Deichsel des Ladewagens JUMBO und die hochkomplexen Klappvorgänge beim HIT Großflächenzetter. Robust und leicht: Topologieoptimierte DeichselJUMBO heißt das Erfolgsmodell eines Ladewagens von Pöttinger. Beim dynamischen Beladen kommt eine Deichsel zum Einsatz, die abhängig vom Erntevorgang unter vielen unterschiedlichen mechanischen Lastszenarien absolut verlässlich funktionieren muss. Bei der Entwicklung im Jahr 2010 war zur Absicherung zunächst ein zusätzliches schweres Schweißteil vorgesehen, parallel wurde eine leichtere Alternative geprüft. Dazu wurde über eine simulationsgestützte Topologieoptimierung in Ansys Mechanical nicht benötigtes Material identifiziert und entnommen. Ergebnis: Eine Variante, die leichter und zugleich robuster ist als das ursprüngliche Konzept. Ein nachhaltiger Erfolg – der JUMBO wird so bis heute unverändert ausgestattet und verkauft.Präzise und zuverlässig: Klappvorgänge ohne TotpunkteDer HIT Großflächenzetter ist eines der Aushängeschilder von Pöttinger im Bereich der Grünlandtechnik. Auch in seiner größten Version mit 16 Kreiseln auf einer Arbeitsbreite von 17 Metern passt er sich verschiedenen Geländeformen und Untergründen an. Das Besondere: Das Heuwenden erfolgt mit nur minimalem Schmutzeintrag durch Erdpartikel, die beim Einstechen der Zinken der Kreisel leicht ins Heu und damit ins Tierfutter gelangen. Pöttinger konnte durch Ansys-Simulationen die bei den Klappvorgängen entscheidenden Totpunkte identifizieren und die Parameter so anpassen, dass keine Verunreinigung eintritt. Eine wichtige Kundenanforderung – Tierfutter wird in Top-Qualität produziert.Die Erfolgsformel von Pöttinger: beobachten, folgen, umsetzen Die Überzeugung in die Möglichkeiten der Simulation und die intensive Nutzung von Ansys in der Produktentwicklung ist einer der Erfolgsfaktoren von Pöttinger. Gemeinsam mit dem Partner CADFEM werden nicht nur immer neue Anwendungsfelder erschlossen, sondern auch Prozesse und Workflows ausgebaut, neue Technologien evaluiert und eingebunden. Beispiele sind Automatisierungen und eine an die eigenen Bedürfnisse angepasste Toolbar. Python zur effizienten Analyse von Lastdaten aus der Mess- und Prüftechnik oder die Einbindung von KI werden aktuell vorangetrieben. Und gemeinsam mit CADFEM beobachtet und bewertet Pöttinger neue Trends. Und wenn ihr Mehrwert erkennbar ist, werden sie zusammen umgesetzt – ganz nach der Devise von Josef Bruckner: „Es gibt immer Luft nach oben“.
Pöttinger ist ein international führender Spezialist für Landtechnik. | © Pöttinger
Das Team von Josef Bruckner und seine Simulationen mit Ansys sind ein integraler Bestandteil des Pöttinger Entstehungs-Prozess“ (PEP). Entwickelt wird agil, vernetzt und kooperativ. | © Pöttinger
Beim JUMBO wurde bereits 2010 das sichernde Schweißteil mit einer Topologieoptimierung in Ansys Mechanical so ausgelegt, dass es mit reduziertem Materialeinsatz alle Funktionen erfüllt. | © Pöttinger
Mit Ansys-Simulationen wurden die entscheidenden Totpunkte bei Klappvorgängen identifiziert und die Parameter so optimiert, dass Verunreinigungen im Tierfutter minimiert wurden. | © Pöttinger
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Dieser Bericht ist im Original erstmals im CADFEM Blog erschienen.: https://blog.cadfem.net/de/agrartechnik-landmaschinen-simulation-poettinger |